Beautyfood: So essen Sie sich schön

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kommt auch Haut, Haaren und Nägeln zugute. Welche Lebensmittel besonders „hautfreundlich“ sind, erfahren Sie hier.

Wahre Schönheit kommt von innen – so sagt man. Und tatsächlich hat das Aussehen von Haut, Haaren und Nägeln viel mit unserem täglichen Speiseplan zu tun. „Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nimmt man Nährstoffe auf, die auch für das äußere Erscheinungsbild wichtig sind“, betont Christine Langer von der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e. V. in Aachen. Nach Angaben der Ernährungswissenschaftlerin unterstützt z. B. Vitamin C die Kollagenbildung und damit ein straffes Hautbild. Vitamin E ist – ebenso wie Vitamin C – ein wichtiges Antioxidanz, das die Haut vor schädlichen UV-Strahlen und anderen Umwelteinflüssen schützt. Biotin, ein wasserlösliches B-Vitamin, fördert das Wachstum von Haaren und Nägeln. Und Zink wirkt Hautunreinheiten entgegen und sorgt für eine gute Wundheilung.

Dass eine gesunde Ernährung wie ein natürliches „Anti-Aging-Mittel“ wirkt, belegen inzwischen mehrere wissenschaftliche Studien. So konnten Forscher der Berliner Charité nachweisen, dass bestimmte Lebensmittel wie Karotten und Tomaten ein jugendliches und glattes Hautbild fördern.

Eine gute Orientierung für eine hautgesunde Ernährung bietet die Empfehlung, täglich fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen („5 a day“). Unabhängig davon gibt es Lebensmittel, die ganz besonders „hautfreundlich“ sind und die Sie daher regelmäßig auf den Speiseplan setzen sollten:

Molke: Molke ist eine wässrige Flüssigkeit, die bei der Herstellung von Käse anfällt. Wie Milch enthält sie hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe, B-Vitamine und Milchzucker, dafür aber kaum Fett und wenig Kalorien. Die in der Molke enthaltenen Mineralstoffe wie Calcium und Kalium sorgen für gesunde Haut, schöne Haare und feste Nägel. Tipp: Molke eignet sich auch hervorragend zur Hautpflege. Regelmäßige Bäder und Waschungen mit Süßmolke sorgen für eine streichelzarte Haut.

Lachs: Diese Fischart zählt zu den besten Quellen für Omega-3-Fettsäuren. Diese gesunden Fette schützen die Haut, indem sie die körpereigene Produktion von entzündlichen Substanzen, verstopfte Poren sowie feinen Linien und Fältchen hemmen. Tipp: Bevorzugen Sie Wild- oder Bio-Lachs.

Kiwis: Kiwis enthalten mehr Vitamin C als die meisten anderen Früchte. Das Vitamin unterstützt die Kollagen-Struktur und somit ein straffes Hautbild. Tipp: Greifen Sie zu, wenn Sie die gelbe Gold-Kiwi entdecken. Sie enthält mehr Vitamin C (ca. 100 mg zu 70 mg/100g) und Vitamin E (ca. 2,1 mg zu 1,1 mg/100g) – ebenfalls wichtig für gesunde Haut.

Erdbeeren: Sie mögen die leckeren Früchtchen? Dann greifen Sie zu! Erdbeeren enthalten nicht nur reichlich Vitamin C (65 mg/100 g), sondern auch wertvolle Mineralstoffe wie Zink. Tipp: 4 bis 5 Erdbeeren zerdrücken, mit 1 EL Nährcreme vermischen, auf das Gesicht auftragen und nach 20 min. abspülen – pflegt und erfrischt den Teint. Pickelchen mit etwas frischem Erdbeersaft betupfen (über Nacht einwirken lassen).

Sonnenblumenkerne: Sonnenblumenkerne sind eine hervorragende Vitamin E-Quelle. Das Antioxidanz verlangsamt den Alterungsprozess der Hautzellen und lässt uns so jünger aussehen. Zudem kann Vitamin E die Auffälligkeit von Narben verringern. Tipp: 2 EL Sonnenblumenkerne über den Salat streuen. Mit Rosinen gemischt sind die Kerne auch ein gesunder Snack für zwischendurch.

Tee: Trinken Sie täglich 8 bis 10 Gläser (ca. 1,5 bis 2 Liter) Wasser. Das sorgt nicht nur für eine gut durchfeuchtete pralle Haut, sondern unterstützt auch die Zellen bei der Regeneration. Eine sinnvolle Ergänzung zu Mineralwasser ist ungesüßter Grün- oder Schwarztee. Beide enthalten aknehemmende Antioxidanzien und wertvolle Pflanzenwirkstoffe, die der Haut ebenfalls zugute kommen. Tipp: Um genügend Flüssigkeit aufzunehmen, schon morgens eine Thermoskanne Tee zubereiten und in Sichtnähe (z. B. auf den Schreibtisch) stellen.

Bierhefe: Die bei der Bierherstellung anfallende Bierhefe gilt als das Naturprodukt mit dem höchsten Gehalt an Vitamin B1 und Quelle für weitere wichtige B-Vitamine. Bei einem Mangel können unreine Haut, brüchige Fingernägel oder Haarausfall auftreten. Auch Biotin, Niacin, Panthotenat und die wertvollen Aminosäuren können den Hautstoffwechsel fördern und so die natürliche Zellerneuerung der Haut anregen. Tipp: Wer Bierhefe (Flocken, Tabletten) einnimmt, sollte etwas Geduld haben. In der Regel dauert es vier bis sechs Wochen, bis die ersten positiven Ergebnisse sichtbar werden. Daher Bierhefe-Produkte immer kurmäßig (die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen Präparat) über mehrere Monate einnehmen.

Avocados: In den grünen Früchten steckt besonders viel Biotin. Das wasserlösliche Vitamin kann nicht nur die Struktur von Haaren und Nägeln verbessern, sondern auch für einen gesunden und rosigen Teint sorgen. Daher regelmäßig Avocados essen. Tipp: Avocadopüree ist ein gesunder Butterersatz, der zudem Kalorien einsparen hilft (ca. 220 im Vergleich zu ca. 750 kcal/100 g). Hierzu die geschälten Fruchtstücke mit einem Pürierstab zerkleinern und nach Geschmack mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Kräutern, Zwiebeln und Knoblauch abschmecken. Im Kühlschrank maximal vier Tage haltbar. Avocados eignen sich auch gut für Gesichtsmasken.

Karotten: Wohl jeder kennt den „Karotten-Teint“ von Babies, die viel Möhrenbrei und -saft zu trinken bekommen. Doch sie sorgen nicht nur für eine Gelbfärbung der Haut. Das Beta-Carotin, das im Körper in Vita-min A umgewandelt wird, hält zugleich die Haut geschmeidig, regt die Zellteilung an und schützt vor aggressiven freien Radikalen – z. B. durch intensive UV-Strahlung. Beta-Carotin ist auch in Aprikosen, Brokkoli, Grünkohl und Paprika enthalten. Tipp: Beta-Carotin ist fettlöslich. Daher Karotten immer mit etwas Fett zubereiten.

Tomaten: Neben zahlreichen anderen Nährstoffen steckt in Tomaten reichlich Lykopin. Dabei handelt es sich um ein Carotinoid, das der Tomate auch ihre rote Farbe verleiht. Wie Beta-Carotin vermindert der Pflanzenfarbstoff die Bildung von zellschädigenden Radikalen durch UV-Strahlen im Sonnenlicht. Tipp: Der Biowirkstoff wird am besten aus verarbeiteten Tomatenprodukten (z. B. Tomatensaft, -mark, -suppe oder Pastasauce) aufgenommen.