„Mehrkostenregelung“ Wunschpräparate für Patienten?

Ab heute haben Kassenpatienten zum ersten Mal die Möglichkeit, sich von den Rabattverträgen zu befreien und gegen Vorkasse in der Apotheke ein Wunschpräparat zu erhalten. Bei der Frage, wie viel Mehrkosten auf den Patienten zukommen, werden die Apotheker die Antwort in den meisten Fällen aber schuldig bleiben müssen: Wünscht der Patient ein bestimmtes Präparat, muss er zunächst den vollen Preis bezahlen und das abgestempelte Rezept zur Kostenerstattung bei seiner Kasse einreichen. Diese erstattet einen Betrag, von dem aber Pauschalen für den entgangenen Rabatt und den Bearbeitungsaufwand abgezogen werden. Wie hoch die Erstattung am Ende ausfällt, kann in der Apotheke daher niemand sagen. Die freie Auswahl könnte teuer werden. Sollte sich der Patient nach diesem Voranschlag in der Apotheke trotzdem für die Kostenerstattung entscheiden, muss die Apotheke das Rezept in Original oder Kopie mitgeben sowie eine Quittung, auf der das abgegebene Arzneimittel, dessen PZN, das Abgabedatum und möglichst der Name des Versicherten angegeben sind. Der Patient darf im Folgequartal mit der Erstattung rechnen.