Sicher baden gehen

Hinein ins kühle Nass – danach sehnen sich kleine und große Wasserratten. Ohne Vorbereitung kann das Vergnügen im und am Wasser jedoch schnell zum Verdruss werden. Deshalb lieber auf Nummer sicher gehen.

Sonnenschutz: Ohne geht es nicht

Besonders beim Baden oder Schnorcheln in der aggressiven Mittagssonne (11-16 Uhr) besteht die Gefahr von Verbrennungen.

  • Am besten spezielle UV-Schutz-Kleidung tragen (Kinder!), zusätzlich eine halbe Stunde vor dem Bade-/Sonnengang den gesamten Körper mit einem Sonnenschutzmittel mit UVA- und UVB-Schutz eincremen (ca. 8 EL Lotion pro Erwachsener).
  • Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt Auskunft über die Eigenschutzzeit. Beispiel bei LSF 8: 8 x 20 Minuten = 160 Minuten ohne Gefahr eines Sonnenbrandes. Hauttyp ermitteln z. B. unter www.uv-check.de.
  • Häufigeres Eincremen verlängert nicht die Zeit! „Je hellhäutiger der Typ, desto höher ist der Lichtschutzfaktor auszuwählen“, sagt PD Dr. Holger Petering, praktizierender Dermatologe in Hildesheim
  • Chemisch wirkende Sonnenschutzmittel jährlich neu kaufen, denn: „Wärme und Luftsauerstoff greifen die Substanzen an, der Schutz verringert sich deutlich“, so der Mediziner.

Schutz für Augen und Ohren

Chlor- und Salzwasser setzen den Augen zu, sie brennen, sind gerötet. Zusätzlich können Keime den äußeren Gehörgang entzünden. Eine solche Schwimmbad-Otitis kann starke Schmerzen hervorrufen.

  • Schwimmbrillen bieten den besten Schutz. Beim Kauf darauf achten, dass die Brille um die Augenpartie auch ohne Anlegen des Gummibandes haften bleibt. Optische Schwimmbrillen (Optiker) ermöglichen beschwerdefreies Schwimmen auch bei Seheinschränkungen.
  • Außerhalb des Wassers Sonnenbrille mit UV-Filter tragen (auf CE-Gütesiegel achten).
  • Zum Schutz vor Schwimmbad-Otitis empfiehlt Dr. Petering: „Ohren nach dem Baden mit Trinkwasser ausspülen und mit fettender Hautpflegecreme den äußeren Gehörgang eincremen.“

Was sonst noch wichtig ist

  • Sorgfältiges Abspülen und Abtrocknen der Füße nach dem Baden beugt Fußpilz vor; Badeschuhe und -latschen helfen zusätzlich gegen Warzen.
  • Raus aus dem Wasser, sobald einem kalt wird. „Bei Unterkühlung (blaue Lippen) haben Erkältung und Blasenentzündung leichtes Spiel“, erklärt Petering. Zum Aufwärmen Füße gut warm rubbeln und dick einpacken, etwas Heißes trinken, nasse Haare bedecken oder fönen.

Auch an die Sicherheit denken

  • Nichtschwimmer sollten sich nicht auf Badereifen und Luftmatratzen verlassen. Nur bis Bauchhöhe ins Wasser gehen. Das gilt insbesondere für Kinder.
  • Wer überhitzt ins Wasser geht, riskiert ein Kreislaufversagen, ausgelöst durch den plötzlichen Kältereiz. Langsam abkühlen, dann erst losschwimmen.
  • Nicht mit vollem Magen baden gehen. Nach einer umfangreichen Mahlzeit sammelt sich das Blut im Magen-Darm-Trakt und fehlt dann den Muskeln. Bei längeren Strecken kann dies dem Schwimmer zum Verhängnis werden.
  • Bei Gewitter sofort das Wasser verlassen. Im Wasser ist der eigene Kopf der höchste Punkt.