Zusammenhang zwischen Diabetes und Depression

Zwischen Diabetes und Depressionen gibt es einen engen Zusammenhang. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) in Bochum hin. Danach haben Depressive ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, weil die psychische Erkrankung die Risikofaktoren Übergewicht und Bewegungsmangel verstärkt. Zudem können depressive Störungen mit einem stressbedingten Anstieg der Kortisolwerte im Blut einhergehen. Das Hormon fördert die Insulinresistenz, wodurch der Blutzucker nicht mehr ausreichend in die Körperzellen eingebaut werden kann. Umgekehrt kann ein bestehender  Diabetes mellitus die Entwicklung einer Depression begünstigen. Beides zusammen ist besonders gefährlich: So zeigen Studien, dass deppressive Diabetiker elfmal häufiger unter Komplikationen an den kleinen Blutgefäßen leiden. Die Gefahr von Schädigungen an den großen Gefäßen, die zu Durchblutungsstörungen oder Herzinfarkt führen können, ist um das 2,5-fache erhöht. Da Depressionen eine große Barriere bei der Behandlung der Zuckerkrankheit darstellen, ist für betroffene Diabetiker eine psychologische Betreuung wichtig. Ebenso sollten sich Menschen mit Depressionen gezielt auf Typ-2-Diabetes untersuchen lassen.